Tanktop und Festival-Hut

Tanktop und Festival-Hut

So, diesen Sommer habe ich es gewagt… ein Festival-Outfit für meinen Liebsten… passend zu den momentanen Warmwinter-Temperaturen reiche ich jetzt meinen Bericht dazu nach… das Shirt fand ich nämlich eine mittelgroße Herausforderung…

Tanktop

Erstens habe ich festgestellt ist es mega-schwer, einen coolen Erwachsenenstoff zu finden. Für Kinder gibt’s ja (Jersey-)stoffe zuhauf, aber für Erwachsene? Bzw. gar für Männer? Fast aussichtslos, einen lässigen Musterstoff zu finden :-/

Zweitens ist es gar nicht so leicht, taillierte Männerschnitte zu finden. Ich habe das Glück, einen schlanken Freund zu haben – aber die meisten Männerschnitte sind angepasst auf den Standard-Mann, der wohl keine Figur mehr wie ein 20jähriger hat und eher was braucht, um den Bauchansatz zu verstecken. Wie sagt Martin immer so charmant, wenn er wieder mal erfolglos vom Shoppen zurückkommt: alles nur Elefantengrößen 😉

Also habe ich den Schnitt für das Tanktop von einem Lieblingsshirt von ihm abgenommen, damit es auf jeden Fall passt. Wahrscheinlich ist für Männer einfach kein Markt da? Ansonsten würde es doch sicher mehr Stoffe und mehr Schnitte geben? Oder die Frauen nähen einfach lieber für sich selbst und die Kinder? Hmmm… vielleicht sind die auch das dankbarere Publikum? Mein Sohn beschwert sich sicher nicht, wenn mal eine Naht etwas unsauber ist, aber mein Schatz würde da sicher was anmerken.

Deshalb auch Herausforderung Nummer drei: ich habe den Anspruch, dass meine genähten Dinge für Erwachsene anstandslos schön sind. Zumindest handwerklich gut gearbeitet. Was wahrscheinlich ein etwas hohes Ziel ist, aber ich bin Perfektionistin. Deshalb habe ich wohl auch – abgesehen von der Gewandung für unsere Ritterfeste – erst jetzt etwas für meinen Schatz genäht.

Tanktop Tanktop

Was mich auch noch abgehalten hat: mein Bester hat einen übervollen Kleiderschrank – geschätzt 150 Shirts! Gar nicht so leicht, da etwas zu schaffen, dass er dann als 151. Shirt auch gerne anzieht. Na ich hoffe, es ist mir gelungen.

Als zweites Festival-Utensil hatte ich mir einen Hut eingebildet. Ich habe auch einen coolen Schnitt gefunden, der nur leider viel zu klein war. Also habe ich das Schnittmuster einfach um 115% größer ausgedruckt. Idee gut – Umsetzung: naja, Denkfehler. Durch die Vergrößerung(?!) war der Umfang der Krempe zu groß – um ganze 6 cm! Das habe ich allerdings erst gemerkt, als ich sie fertig zusammengenäht und abgesteppt hatte. Also wieder aufgeschnitten, ein paar cm rausoperiert und mit einer zusätzlichen Naht zusammengenäht. Soweit ok.

Fedora Hat

Mühsam war das Arbeiten mit dem – durch den Jeansstoff und das empfohlene dicke Bügelvlies – sehr steifen Stoff. Meine Nähmaschine war hoffnunslos überfordert und hat auf der Rückseite Schlaufen über Schlaufen gemacht – vor allem beim Sichern der Naht. Nicht schön. Umstellungen der Fadenspannung in jegliche Richtung hat keine Änderung gebracht. Und ich weiß nicht, wie oft sich der dicke Jeansfaden um die Spule vom Unterfaden gewickelt hat und ich alles zerlegen musste. Im Bild sieht man die verhaute Naht – geht ja gar nicht…!

Fedora Hat

An einem Reststück vom Jeansstoff habe ich vorher auch versucht, mit Bimsstein die Kanten etwas abzuschaben und aufzuhellen, damit der Stoff interessanter aussieht. Ausser viel weissem Staub und aufgeschliffenen Nähten habe ich aber keinen brauchbaren Effekt erzielen können. Somit am Original-Werkstück nicht mehr probiert. Falls jemand einen funktionierenen Tipp hat, wie man einen Used-Look auf die Kanten zaubert: her damit!

Mein Fazit: Ich denke nicht, dass ich nochmal einen Hut nähen werden. Zumal das Ergebnis nur – naja – ok ist. Nachtrag: Inzwischen ist der Hut in der Verkleidungskiste unseres Sohnes entsorgt worden. Und nicht mal dort wird er genutzt…

Nach dem ewigen (fast) erfolglosen Suchen nach einem Männerstoff habe ich beschlossen, für das nächste Männer-Projekt einen einfachen melierten grauen Jersey mit Hilfe einer selbst hergestellten Schablone zu bedrucken. Und/oder es mit einer Negativ-Applikation zu versuchen. Na mal sehen. Ich werde berichten…

Und falls jemand einen Online-Stoffladen kennt, der lässige Männerstoffe hat: her mit dem Link!

Ja, ich weiß: ich bin spät dran mit der Veröffentlichung meines Festival-Shirts… ich hatte auf gute Tragefotos gehofft – „Mann am Griller mit Grillzange in der abendlichen Sommersonne“ wäre mir vorgeschwebt. Haben wir aber irgendwie nicht hinbekommem –  wir sehen uns ja nur am Wochenende, und da haben wir meistens mittags gegrillt, da war dann zu grelles Licht. Oder Martin hatte das Shirt nicht dabei. Oder eins der Kinder hat gequengelt… und dann war’s plötzlich Winter und der vorbereitete Beitrag ist im Archiv verschwunden. Aber jetzt habe ich mich entschlossen euch das Shirt ohne Tragefotos zu zeigen, wird ja wohl nix mehr im Winter… obwohl – unser Großer hat vor ein paar Tagen einen großen Strauß Gänseblümchen im Garten gepflückt – vielleicht sollten wir zu Silvester den Griller anwerfen..? 😉

Ha! Nachtrag! Ich habe soeben noch ein (schlechtes) Tragefoto gefunden!

IMG_7021

TANKTOP
Schnitt: von bestehendem Shirt abgenommen
Größe: M, slimfit
Stoffe: grauer Effekt-Jersey und grüne Bündchen vom Grinsestern-Laden

HUT
Schnitt: Fedora Hat (Freebook)
Größe: Original 52 cm Kopfumfang, habe ich einfach vergrößert ausgedruckt auf 60 cm
Stoff: fester blauer Jeansstoff aus dem lokalen Stoffladen

Und mein Beitrag geht hiermit zu Söhne und Kerle

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