Kleid von Moshiki nachgenäht

Kleid von Moshiki nachgenäht

Vor ein paar Tagen habe ich auf dem Tollwood-Festival ein Kleid gekauft. Top-Schnitt! Ich liebe es! Deshalb habe ich mir gleich ein Kleid „nachgenäht“.

kleid-blau-oberteil

Das Tollwood Festival in München ist toll! Wer es noch nicht kennt: es ist durchaus auch eine längere Anreise wert. Es gibt – bei freiem Eintritt – Essen und Trinken aus der ganzen Welt – ausschließlich in Bioqualität! Und am Markt der Ideen zahlreiche Stände mit Kunsthandwerk und Kleidung und zwar richtig schön ausgefallene Sachen, die man sonst nicht so geballt zu sehen bekommt. Und dazwischen immer wieder Bühnen mit Kleinkunst, Musik, Tanz, Performances… ebenfalls alles kostenlos. Man kann hier locker einen Nachmittag und Abend verbringen, ohne dass einem langweilig wird.

Für die großen Aufführungen und Konzerte zahlt man Eintritt (sind auch richtig gute Namen dabei) – aber die meisten Acs sind kostenlos. Jedes Jahr im Juni/Juli und im Winter in der Vorweihnachtszeit (aber das ist wesentlich kleiner).

Beim Moshiki Stand habe ich mir ein superschönes und bequemes Kleid mit beige-braunem Muster gekauft. Es sitzt sensationell. Und mich dann erinnert, dass ich seit mindestens 2 Jahren einen blauen Stoff zuhause liegen habe, aus dem ich mir ein Kleid mit überschnittenen Ärmeln nähen wollte.

Das ist bisher am nicht vorhandenen Schnitt gescheitert – und ich konnte mich noch nicht aufraffen, selbst einen Schnitt zu zeichnen. Aber nun, wo ich eine perfekte Vorlage hatte, habe ich mich an die Arbeit gemacht.

Da das Kleid top sitzt, konnte ich es 1:1 vom Originalkleid abnehmen. Für das bessere Duplizieren – ich vermute, da folgen noch mehr Kleider – habe ich einen Papierschnitt angefertigt und dann erst zugeschnitten.

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Ebenfalls vom Originalkleid habe ich die Idee mit dem großen Beleg übernommen. Sieht einfach toller aus als „nur“ das Kleid. Zur Verdeutlichung hier auch ein Bild, wie das von innen aussieht.

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Und – welch Freude – da Kleid hat Taschen! So große, damit sogar die Hände Platz haben und man mit dem Kleid lässig rumstehen kann. Bingo! Die habe ich natürlich auch gleich übernommen.

Ansonsten gibt’s nicht viel zu sagen. Bei den TASCHEN habe ich einige Zeit überlegt, in welcher Reihenfolge ich sie am besten einnähe. Nach eingehendem Studium des Originals habe ich zuerst die Tasche an den Vorderteil genäht, dann abgesteppt. Dann die beiden Taschen zusammengenäht, und – jetzt wird’s gefinkelt – die vordere Tasche ober- und unterhalb der Taschenöffnung mit dem Rückenteil zusammengenäht, damit da kein Loch entsteht, wenn ich die Seitennähte mit der Overlock schließe.

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Bei der Overlock Naht habe ich etwas geschwitzt – es sollte ja einerseits keine Falte entstehen – aber andererseits auch nicht die Tasche zugenäht werden. Puh…!

Es hat geklappt und ist schön geworden. Trotzdem möchte ich das nächste Mal die elegantere Variante versuchen: die Nahtzugabe der Tasche am Rand der Öffnung einschlitzen, den Mittelteil nach hinten klappen und die beiden Randteile mit der seitlichen Overlocknaht mit schließen. Bin mir noch nicht sicher, ob das so klappt, aber nach dem nächsten Versuch weiß ich es!


Schnittmuster: übernommen von einem gekauften Kleid
Genähte Größe: S
Stoff: blauer gemusterter Jersey von der Stoffeule
Benötigte Zeit: 3:45 Stunden (Schnitt 0:30, Zuschnitt 0:45, Nähen & Bügeln 1:30)

 

PS. Habe heute seit Ewigkeiten wieder mal genäht – hat Spaß gemacht!

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