Kleid für die Hochzeit

Kleid für die Hochzeit

Nein, nicht für meine eigene… – wir waren im Juni Gast auf einer Hochzeit von Freunden. Und bei der Wahl des Kleides stand ich vor einer mittelgroßen Herausforderung…

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Ein Kleid für einen Hochzeitsgast sollte meiner Meinung nach elegant, fröhlich, aus edlem Stoff und einigermaßen dezent sein. Also ein Etuikleid zum Beispiel finde ich perfekt. Schwierigkeit: alle einigermaßen eleganten Kleider sind nicht stillfähig.

Stillfähige Kleider sind meist einfärbig, langweilig, aus mittelmäßig lapprigem Jersey. Also geeignet für Strand und Freizeit, aber nicht für eine Hochzeit.

Nach durchforsten lokaler Läden und bekannten Onlineshops war ich ziemlich desillusioniert – und habe beschlossen mir ein Kleid zu nähen.

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Perfekt geeignet fand ich den Schnitt Hetta – ein Damentop mit Stillfunktion, das sich gut zum Kleid verlängern lässt. Ist sogar ein Freebook. Allerdings muss man sich den Schnitt für den Brustteil nach eigenen Wünschen selbst anpassen und „fertigzeichnen“. Ich habe die Herausforderung angenommen und mich ans Werk gemacht.

Beim ersten Durchlesen der über 50 Seiten Anleitung habe ich zuerst kurz geschluckt – und dann gestoppt. Ich habe mir zuerst überlegt, wie denn mein Kleid genau aussehen soll – welche Ausschnittvariante und wo wie viele Falten. Dann habe ich nochmal gelesen – und gleich alle Teile übersprungen, die nicht relevant für mich waren. So war dann alles nur noch halb so aufwändig und sehr gut beschrieben.

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Und tatsächlich hat das Zeichnen des Ausschnitts dann gut geklappt. Zuschnitt und Nähen war relativ zügig. In der Anleitung war angegeben, dass man als Zwischenschritt auch mal anprobieren – und ggf. noch anpassen soll. Das war gut so. Weil ich normalerweise Größe 36 nähe – aber laut Maßtabelle Größe 40 gebraucht hätte. Ich habe also in 40 zugeschnitten und (halb) genäht – und dann doch noch seitlich gut 2 cm weggenommen – um dann schlussendlich wieder auf 36 zu landen. Nach getaner Arbeit habe ich mir auch mein Schnittmuster angepasst – und jetzt habe ich für zukünfige Tops und Kleider ein sofort passendes Schnittmuster 🙂

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Den Beleg des hinteren Ausschnitt habe ich nach der Anprobe nochmal abgetrennt und den Ausschnitt etwas runder gezeichnet. Sieht so besser aus. Generell habe ich mich für die Variante der Ausschnitt-Versäuberung mit Belegen entschieden. Sieht bei einem „schönen“ Kleid einfach am besten aus. Entgegen der Anleitung habe ich den Jersey beim Annähen generell etwas gezogen, ansonsten wäre das zu lapprig geworden.

Das Schnittmuster habe ich zum Kleid mit leicht ausgestelltem Rock verlängert. Bei der Anprobe habe ich mich dann entschieden, einen Vokuhila-Rockteil zu machen. Das passt zum leicht verspielten Erscheinungsbild des Kleides.

Mit dem Ergebnis bin ich mehr als zufrieden.

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Schnitt: Sommertop Hetta von MaLuRi (Freebook)
Genähte Größe: 36 (lt. Maßtabelle hätte ich 40 gebraucht)
Stoff: Blumenjersey von der Stoffeule in Wörgl
Benötigte Zeit: 5 Stunden (inkl. Schnitt ausdrucken, zusammenkleben, anpassen, zuschneiden, nähen)

Und weil Donnerstag ist, schaue ich jetzt mal bei RUMS vorbei, was denn sonst noch so gezaubert wurde…

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Ein Gedanke zu “Kleid für die Hochzeit

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